Die DDR-Spartakiadebewegung

Die Kinder- und Jugendspartakiaden waren zu DDR-Zeiten regelmäßig veranstaltete Sportwett­kämpfe,
die zur frühzeitigen Erkennung potenzieller Leistungssportler dienten. Die Spartakiaden waren,
zusammen mit den Kreis-, Bezirks- und DDR-Meisterschaften sowie seinerzeit dem Pionierpokal,
die wichtigsten sportlichen Wettbewerbe im Kinder- und Jugendbereich der DDR.
Es fanden Vorwettkämpfe, Kreisspartakiaden, alle zwei Jahre Bezirksspartakiaden und die
zentralen DDR-Spartakiadewettkämpfe statt.
Nach der Wende brachen die Organisationsstrukturen der Spartakiaden zusammen. In unseren östlichen
Bundesländern werden inzwischen offene Kinder- und Jugendsportspiele durchgeführt, die sich auf die
Tradition der Kinder- und Jugendspartakiade beziehen, allerdings nur auf Ebene der  Landkreise.
Unter den vielen Wettkampfformen im Kinder- und Jugendsport stellten die Spartakiadewettkämpfe
die Krönung dar. Sie wurden erstmalig 1965 in den Kreisen und Bezirken durchgeführt.
Davor gab es als namhafte Wettbewerbe den DDR-Pionierpokal, der als Mannschaftsmeisterschaft
im Schüler-B-Bereich durchgeführt wurde und die Pionierspartakiaden als Schüler-B-Einzelwettbe­werbe.
Die zentralen Spartakiadewettkämpfe, die ab 1966 immer in Berlin stattfanden, gestalteten sich
zur Leistungs- und Talenteschau in den in der DDR schwerpunktmäßig geförderten olympischen Sportarten.
Zu nennen sind hier Namen wie Rudolf Grabow, Ernst-Werner Otto, der Sportfreund Schüler,
Uwe Kuba, später Stefan Brümmer, Roland Berger, Andreas Wappler, Jörg Henke.


Im Bild die Schülermannschaft im Judo, Gruppe A, die den 3. Platz von 1962 während der Wettkämpfe bei der V. Pionier­spartakiade
im August erfolgreich verteidigt. Im Bild: Trainer Kroll, R. Grabow, Schüler, E.-W. Otto, E. ]ahnke, ..?.., H.J. Schultz, D. Lettow (jetzt Hillebrecht),
St. Brümmer, B. Spalier und H. Schwandt

Medaillen in Karl-Marx-Stadt

"Zehn Schüler der Klasse A unserer Sektion hatten sich für die Ausscheidungskämpfe der Pionierorganisation "Ernst Thälmann" qualifiziert.
Die Ausscheidungen wurden am 14. und 15. August 1964 in Karl-Marx-Stadt (jetzt Chemnitz) durchgeführt.
Insgesamt traten 150 Pioniere an den Start. Jede Gewichtsklasse war mit 14 bis 19 Judokas besetzt.
In der 37,5-kg-Klasse wurden Roland Berger 8. und Günter Beling 9. In der 42,5-kg-Klasse kam Bodo Jahnke nach fünf gewonnenen und
einem verlorenen Kampf auf den 2. Platz und gewann die Silbermedaille.
Bis 45 kg wiederholte Stefan Brümmer sein Ergebnis von 1963 in Leipzig. Er kam auch in Karl­-Marx-Stadt auf den 4. Platz.
Die Gewichtsklasse über 52,5 kg war von uns mit drei Judokas besetzt. Hier belegte Uwe Kuba nach sechs gewonnenen Kämpfen
den 1. Platz und somit die Goldmedaille. Ernst-Werner Otto, der 1963 in der 50-kg-Klasse noch Gold geholt hatte,
landete nur auf Platz fünf."
Kroll



"Die viertägige große Talenteschau, die VI. zentrale Pionierspartakiade 1965 in Magdeburg, ist vo­rüber.
Die nahezu besten Schülerinnen und Schüler, aus 1,4 Millionen in den Kreis- und Bezirks­spartakiaden ausgewählt, kämpften in großer Manier um den Siegerlorbeer.
1966 wird mit der 1. Deutschen Kinder- und Jugendspartakiade in Berlin das mit den Pionierspartakiaden erfolgreich begonnene Werk fortgesetzt .
Insgesamt holten die Spartakiadekämpfer unseres Bezirkes zehn Gold-, fünf Silber- und sieben Bronzemedaillen und wurden in der Gesamtwertung der Bezirke Achter.
Eine von diesen zehn Goldmedaillen erkämpfte der Judoka Stefan Brümmer in der 47,5-kg-Klasse. Er gestaltete die insgesamt 15 auszutragenden Kämpfe alle siegreich.
In der 37,5-kg­ Klasse musste Gerd Schünemann bereits in der Vorrunde die Segel streichen. Roland Berger ge­wann in der 45-kg-Klasse von zehn Kämpfen sieben und kam auf Platz 4.
In der 50-kg-Klasse kamen Bodo Jahnke auf Platz 4 und Detlef Lettow auf Platz 5. Insgesamt musste jeder Judoka 15 Kämpfe bestreiten.
Dies erforderte von jedem eine gute Kondition."
Kroll


Gold für Judoka Roland Berger

"In der Kampfsportart Judo errang bei der I. Kinder- und Jugendspartakiade in
Berlin in der Schülerklasse 52,5 kg Roland Berger ungeschlagen den ersten Platz.
Er konnte eine Goldmedaille in Empfang nehmen. Am vier­ten Wettkampftag
wurde in der A-Jugend un­ser Kämpfer Klaus-Dieter Schwarz Silber­medaillengewinner."


Drei Bezirksmeister

Jürgen Volz, Bodo Jahnke und Roland Berger kamen zu Meisterehren

"Nachdem am vorletzten Sonntag (29. März) unsere Judoka mit 3 Bronzemadaillen bei den Deutschen Meisterschaften der DDR-Jugend B in Bad-Blankenburg erfolgreich waren, wurden am letzten Sonntag in Wolgast die Bezirksmeisterschaften in den fünf gültigen Gewichtsklassen der Jugend A ausgetragen.
Unsere Judokämpfer belegten folgende Plätze:
Bezirksmeister im Leichtgewicht wurde Jürgen Volz.
Den 5. Platz belegte H. J. Meinke.
Bodo Jahnke holte sich den Bezirksmeistertitel im Halbmittelgewicht und L. Villmann wurde in dieser Klasse fünfter. Den dritten Bezirksmeistertitel für unsere Judoka erkämpfte im Mittelgewicht Roland Berger. J. Glöckner wurde dritter und W. Behm fünfter.
Im Schwergewicht wurde Schwarzbach und Neumann jeweils dritter."
Kroll


DDR-Spartakiadeerfolge für Berger, Volz und Jahnke

"Wie wir nach Redaktionsschluss er­fuhren, belegten die Judokampfsport­ler einige hervorragende Plätze bei der II. Deutschen Kinder- und Ju­gendspartakiade 1967 in Berlin.
Eine Silbermedaille für die Motor­-Farben errang der Sportfreund Ro­land Berger.
Nach wunderbaren Kämpfen konn­ten Klaus Volz und Bodo Jahnke die Bronzemedaille übergeben werden.
Hervorragende 5. Plätze belegten Jürgen Liedtke und Eckard Burghardt."



Einen hervorragenden dritten Platz und damit die Bronzemedaille erkämpfte die Schüler­ Auswahlmannschaft des Bezirkes Rostock bei den Wettkämpfen um den Pionierpokal im Judo bei der diesjährigen Pionierspartakiade in Bad Schmiedeberg.
Bei den Einzelkämpfen belegten Henry Maaß (32,5 kg), Günter Baltsch (40 kg) und Sven Henning (+40 kg) jeweils einen dritten Platz und damit die Bronzemedaille für die Farben der BSG Motor Wolgast.
Zu diesen ausgezeichneten sportlichen Erfol­gen gratulieren wir recht herzlich. Wir wün­schen den Sportfreunden auch im neuen Wett­kampfjahr 1971/72 weitere Erfolge.


Am letzten Sonntag kämpften in Stralsund die Judo-Kampfsportler der B-Jugend um Be­zirksmeisterehren in der Einzelwertung.
Die Wolgaster zeigten in diesen Kämpfen gute technische und kämpferische Leistungen und errangen von zehn Titeln vier.
Das sind die Bezirksmeister: Klaus Volz (40 kg), Udo Züge (45 kg), Manfred Schmidt (50 kg), Peter Schwarzbach (80 kg)."
Vize-Meister sind: Eckardt Borchardt (55 kg), H.J. Meinke (60 kg), Lothar Zill­mann (60 kg), H.J. Glöckner (70 kg).


Klaus Volz und Peter Schwarzbach mit Bronze

"Am Wochenende ging es in Forst um die Er­mittlung der DDR-Einzelmeisterschaften im Judo der A-Jugend.
Die Judokas von Motor beteiligten sich mit ihren fünf Bezirksmeistern und zwei Kämpfern der Leistungsklasse I.
Un­sere Sportfreunde belegten im technisch aus­gezeichnet besetzten Feld hervorragende Plätze.
Im Leichtgewicht erkämpfte Klaus Volz den  3. Platz und damit die Bronzeme­daille. Eine weitere Bronzemedaille erkämpfte Peter Schwarzbach."
Kroll


Spartakiade-Silber für Jörg Henke

Der junge Jörg Henke hatte während der Kin­der- und Jugendspartakiade 1977 eine ausge­zeichnete Form.
In der Gewichtsklasse bis 37,5 kg stand er nach sechs Kämpfen bei der Sie­gerehrung auf dem zweithöchsten Treppchen.
Nur das Finale verlor der heutige Bansiner ge­gen Sven Loll, dem späteren Junioren -Welt­meister und heutigen Bundestrainer.


Judokas kamen ungeschlagen zu erneutem Titelgewinn

"Bezirksmannschaftsmeistertitel blieb zum 13. Mal in ununterbrochener Folge in Wolgast - Motors II. und III. Vertretungen komplettierten mit Ehrenplätzen den Erfolg

Ihre dominierende Rolle im Judokampfsport des Ostseebezirkes unterstrichen die Sportfreunde des BSG Motor Wolgast auch bei der diesjährigen Bezirksmannschaftsmeisterschaft am 24. November 1979 in der Judohalle des Wolgaster Sportforums. Die eindrucksvolle Leistung des ersten Männermannschaft, die sich ungeschlagen nunmehr dreizehnmal hintereinander den Bezirksmannschaftsmeistertitel sichert, wurde noch vervollständigt durch die sehr gute Platzierung der zweiten und dritten Wolgaster Vertretung, die in dieser Reihenfolge die Plätze zwei und drei erkämpften.

Das Finale wurde demzufolge eine interne Angelegenheit der Wolgaster, indem Motor I die zweite schlug.
Die Ergebnisse für Motor Wolgast I lauten im einzelnen:

HSG Wismar I - 7:0
HSG Wismar II - 7:0
Motor Wolgast II - 5:2
Motor Wolgast III - 4:2
HSG Greifswald - 6:1

Am 8. Dezember 1979 vertraten nun die Judokas von Motor I und II die Wolgaster Farben bei den DDR-Mannschaftsmeisterschaften in Aschersleben. Die Wolgaster Sportfreunde erreichten im Teilnehmerfeld der Besten unserer Republik eine gute Platzierung. (Die offiziellen Ergebnisse lagen bei Redaktionschluß noch nicht vor. Wir berichten von diesen Wettkämpfen in der nächsten Woche ausführlicher.)"
Kroll


Silbermedaille für Horst Kroll bei IV. Spartakiade  1972

Nach seinem 3. Platz bei der Jugend-DDR-Einzel - und Mannschaftsmeisterschaft im Jahr 1971 ist Horst Kroll wäh­rend der IV. Kinder- und Jugendspartakiade in Berlin mit seiner Silbermedaille der bisher größte Wurf gelungen. Ins­gesamt absolvierte der Wolgaster bislang 274 Kämpfe, von denen er 201 gewann. Drei Siege und eine Niederlage waren am Ende die Grundlage für seinen Erfolg.
Abschließend sei noch bemerkt, dass der 18-jährige Judo­kampfsportler seit Anfang des Jahres als Schweißer im Kom­plexgewerk Schlundt, Bereich FS arbeitet.

Wolgaster Andreas Wappler erkämpft sich Bronze bei V.Spartakiade in Berlin

Seine erste "große" Medaille hat das junge Wolgaster Judotalent Andreas Wappler bei der Kinder- und Jugend­spartakiade gewonnen. Das Jahr 1975 wird für den 14-Jährigen in guter Erin­nerung bleiben. Der Motor-Judoka hatte sich zuvor sou­verän bei der Bezirksspartakiade quali­fiziert und erkämpfte sich in Berlin nach fünf harten Kämpfen Bronze. Dabei zeigte der Schüler der 8. Klasse auch Nervenstärke. Denn gleich seinen ersten Kampf verlor er gegen Andreas Preschel (Preschel wurde später Weltmeister). Seine nächsten vier Kämpfe konnte Andreas siegreich gestalten. Die Bron­zemedaille war der Auftakt einer ausge­sprochen erfolgreichen Judo-Karriere.

Gerschau wieder mit 3. Platz bei  DDR-Meisterschaften

Zuverlässig wie ein Uhrwerk in Sachen Leistungs­stärke und Kontinuität zeigt sich der Wolgaster Ju­doka Horst-Peter Gerschau. Bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der Männer in Frankfurt/Oder am 12. und 13. April 1975 er­kämpfte er sich einen ausgezeichneten 3. Platz und damit die Bronzemedaille. Der Sportfreund Horst-Peter Gerschau war im Schwergewicht gestartet und nutzte nach einem verlorenen Kampf die Hoffnungs­runde zum Wei­terkommen. Am Ende wurde der 29-Jährige mit Bronze belohnt.


Andreas Wappler erkämpfte Bronzemedaille

Bei den deutschen Meisterschaften im Judosport der Jugend A am 9. April 1978 in Berlin errang Andreas Wappler eine Bronzemedaille. Jörg Ladenthin, unser zweiter Vertreter, schied in der Vorrunde aus.
Bei einem DDR-offenen Pokalturnier in Neubrandenburg erkämpften unsere Männer einen 1. Platz mit Siegen über Uni Berlin mit 4:2, gegen Dynamo Neubrandenburg 4:3, ASG Cottbus 5:2 und im Finale gegen HSG Rostock 5:1. Insgesamt kämpften 10 Mannschaften in zwei Gruppen um Sieg und Punkte und die Gruppensieger um das Finale.

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